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In den Tag hineinleben
Bild/Illu/Video: Christian Imhof

In den Tag hineinleben

Was wenn wir unsere Verpflichtungen bewusst reduzieren würden? Was wenn wir mehr Kontrolle über unser Leben und unsere Zeit erlangen? Wäre das nicht befreiend? Wäre es nicht befreiend zu wissen, genug Zeit zur Verfügung zu haben und nicht immer mit Puls 180 herumrennen zu müssen.


Meine Eltern brachten mir bei, je älter du wirst desto mehr Verpflichtungen musst du nachkommen. Wir müssen vollständig für uns sorgen sobald wir alleine wohnen. In dieser Hinsicht stimme ich meinen Eltern zu. Ich denke allerdings nicht das je älter wir werden, desto mehr Verpflichten haben wir. Nach der obligatorischen Schulzeit können wir unser Leben vollständig gestalten wie wir möchten. Wir müssen nicht einmal Teil der Gesellschaft sein, sondern können unser Dasein sogar als Einsiedler am Rande der Welt verbringen.


Es ist jedem selbst überlassen. Ich denke, manchmal sind wir uns gar nicht bewusst was für eine Verpflichtung wir uns aufladen – neuer Job, schwierige Partner oder eine Familie.


Was wenn wir bloss in den Tag hineinleben und alles nehmen wie es kommt? Ohne grosse Planung das Leben meistern – es kann doch nicht so schwer sein. Oder etwa doch? Wie haben es unsere Vorfahren gemacht? Sie haben von Tag zu Tag gelebt.


Wer einfach so in den Tag hineinlebt, hat den Fokus auf das, was an diesem Tag geschieht. Der Fokus ist in der Gegenwart. Wir hängen in endlosen Nachgedanken an die Vergangenheit und versuchen die Zukunft unter Kontrolle zu halten. Scheiss auf Kontrolle! Lassen wir uns auf ein unbestimmtes Leben ein. Damit es spannend bleibt.


Wer in den Tag hineinlebt wird garantiert eine zufriedene Person.

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